Auf dieser Seite werden die Gemeindebehörden laufend informieren über die Entwicklungen im Projekt "Nachhaltiger Hochwasserschutz entlang der Aare".

Alle Infos zum Gesamtprojekt mit Skizzen, Karten und Konzepten finden sich auf der extra erstellen Aare-Homepage des Kantons: www.aarewasser.ch

 


Das Generationenprojekt stösst auf breite Zustimmung

Das Generationenprojekt für einen nachhaltigen Hochwasserschutz an der Aare zwischen Thun und Bern ist auf Kurs. In der Mitwirkung haben sich rund 80 Prozent der Teilnehmenden mit der Stossrichtung einverstanden erklärt. Die Hälfte aller Mitwirkenden verlangen noch Anpassungen. Ein wichtiges Anliegen ist die Lösung von Nutzungskonflikten im Zusammenhang mit der Naherholung.

Das Interesse am Projekt, das im Frühsommer 2007 zur öffentlichen Mitwirkung auflag, ist gross: Insgesamt beteiligten sich 216 Personen, Organisationen und Gemeinden an der Mitwirkung: 146 ausgefüllte Fragebogen sowie 70 briefliche Eingaben wurden eingereicht. 80 Prozent der Mitwirkenden sind mit der Stossrichtung des Projekts grundsätzlich einverstanden. Die Bevölkerung im Aaretal hat erkannt, dass der Hochwasserschutz für die nächsten150 Jahre nach dem heutigen Stand des Wissens realisiert werden muss.

Ein wichtiges Anliegen der meisten Mitwirkenden sind die Probleme und Konflikte im Zusammenhang mit der Naherholung. Die vielen Erholung Suchenden im Aaregebiet und deren Freizeitaktivitäten vertragen sich oft schlecht mit dem störungsempfindlichen Natur- und Landschaftsraum. Konflikte können aber auch zwischen den verschiedenen Freizeitinteressen wie Spazieren, Joggen, Reiten und Velofahren auftreten. Schliesslich hinterlässt die intensive Nutzung des Aaregebietes durch den Menschen Spuren in Form von Abfällen, wil-dem Parkieren, zusätzlichem Verkehr oder Vandalismus. Viele Mitwirkende fordern deshalb, dass für die Auflage des Projekts ein entsprechendes Konzept erstellt wird. Der kantonale Wasserbauplan kann die bestehenden Konflikte jedoch nur zum Teil lösen. Durch Information, Signalisation sowie planerische und organisatorische Massnahmen lassen sich zwar einige Probleme entschärfen. Viele Fragen, wie beispielsweise die Mitbenutzung von Uferwegen durch Velofahrende, liegen gar nicht in der Kompetenz des Kantons. Diese Probleme müssen deshalb losgelöst vom Wasserbauplan angegangen werden.

Viele Mitwirkende wünschen sich für das Auflageprojekt einen noch höheren Detaillierungsgrad, insbesondere auch da, wo es um die konkrete Verbesserung des Hochwasserschutzes geht. Vor allem Direktbetroffene erwarten, dass das Projekt so konkretisiert oder angepasst wird, dass allfällige Risiken für das Grund- und Trinkwasser, für die Natur sowie für Eigentums- und Nutzungsrechte minimiert werden. Zahlreiche Betroffene und Interessierte möchten noch stärker als bisher in die Planung mit einbezogen werden.

Nach der Bereinigung soll nun das Projekt den zuständigen Fachstellen von Bund und Kanton zur Vorprüfung vorgelegt werden. Frühestens im Jahr 2009 kann die öffentliche Auflage durchgeführt werden. Mit der Realisierung dürfte nicht vor 2011 begonnen werden können.

Der definitive Schlussbericht ist auch auf den Gemeindeverwaltung einsehbar.

Zusammenfassung Schlussbericht (77kb)
Schlussbericht (400kb)
Schlussbericht, Anhänge (2MB)


Sommer/Herbst 2006

Neu-Überarbeitung des Projekts Märchligenau

In den Sommermonaten wurde das Projekt Märchligenau nochmals überarbeitet. Dies insbesondere nach den Eingaben seitens des Pflanzen- und Naturschutzes. Aktuell sollen nun die definitiven Pläne ausgearbeitet werden. 

Entgegen den Plänen aus dem Frühjahr 2006 soll nun der Aareweg grösstenteils wieder entlang der bisherigen Wegführung gelegt werden. 

--> Die Pläne auf www.aarewasser.ch zur Märchligenau stammen aus dem Frühling 2006 und sind nicht mehr auf dem aktuellen Stand!

 

Um den Planungsprozess zu beschleunigen, fasst der Kanton gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden die Massnahmen zwischen Thun und Bern in einem kantonalen Wasserbauplan zusammen. Dieser soll im Mai/Juni 2007 zur Mitwirkung aufgelegt werden. Wann exakt in der Märchligenau die leichte Aufweitung baulich umgesetzt wird, ist noch offen. Der Zeitraum liegt zwischen fünf und zwanzig Jahren.
 


6. März 2006

Überarbeitung des Projekts Märchligenau

Der Projektentwurf, welcher sich auf der Infoseite unserer Gemeinde unter www.aarewasser.ch findet, wurde komplett überarbeitet. Vor allem ging es darum, die diversen Eingaben Seitens Gemeinde, Bewirtschafter, Naturschutz und Kanton zu verarbeiten.

Im Projekt wird die Märchligenau nun in zwei Hälften geteilt. Eine Ausleitung der Aare ist nur noch in der unteren Märchligenau (westlich des so genannten "Höllweges") vorgesehen. Gutgeheissen wird der Grundsatzentscheid, dass der Spatzierweg in der unteren Märchligenau entlang des Hangfusses geführt wird. Bezüglich der exakten Linienführung werden noch Gespräche geführt. Der Wasseraustausch zwischen oberer und unterer Märchligenau soll möglichst nicht gestört werden, d.h. es soll kein Damm gebaut werden zwischen den beiden Märchligenau-Teilen.

Gemäss dem aktuellen Projektierungsstand sollen also im oberen Teil der Märchligenau keine bzw. nur wenige Massnahmen getroffen werden. Der Aareweg wird wie bisher auf dem bestehenden Aaredamm geführt. Hingegen wird im unteren Teil der Märchligenau der bestehende Aareweg nicht mehr unterhalten. Dieser bliebt aber nach wie vor bei Niedrigwasser zugänglich. Jedoch ist kein Bau von Stegen oder Brücken vorgesehen.

 


1. März 2006

Planung eines neuen Aareübergangs beim Jägerheim

Im Zusammenhang mit dem Gesamt-Projekt Aarewasser ist auch vorgesehen, mehrere Aareübergänge (Brücken) zu erstellen. Gemäss erster noch äusserst provisorischer Planung ist auch ein Übergang auf der Höhe der ehemaligen Jägerheim-Fähre angedacht.

Der Gemeinderat Allmendingen begrüsst grundsätzlich diese Aufwertung des Naherholungsraumes auf dem Gemeindegebiet.

 


13. Februar 2006

Diskussion über den ersten Projektentwurf Märchligenau

Unter der Führung der Ingenieurgemeinschaft Jordi+Kolb trifft sich die Projektierungsgruppe zur Besprechung der ersten Projektideen für die Märchligenau. Der Projektgruppe gehören folgende Personen an:

   - Daniel Kläsi und Michael Schild (Gemeinderat Allmendingen)
   - Walther Lüthi (Bewirtschafter)
   - Joachim Gutruf (Fischereibilologie)
   - Christoph Käsermann (Biologie)

   - Silvia Zumbach (KARCH, Amphibien/Fauna)
   - Martin Hauert (Domänenverwaltung Burgergemeinde Bern)
   - Rolf Schweizer (Gesamtprojektierung Kanton)
   - Willy Jordi (Ingenieurbüro / Projektkoordination)


Nach reger Diskussion und dem Abwägen von Vor- und Nachteilen wird folgendes beschlossen:
Ausleitungen: Zwecks Schonung von Flora und Fauna keine Ausleitung in der „oberen“ Märchligenau.
Dafür ist eine grössere Ausleitung in der „unteren“ Märchligenau bei Kilometer 21.300 vorgesehen. Die Linienführung soll tendenziell näher bei der Aare verlaufen.
Uferwege: Hangfussvariante in der „unteren“ Märchligenau. Höhenlage und Linienführung werden anlässlich der Feldbegehung vom 24. Februar oder 3. März 2006 besprochen.  Die Burgergemeinde Bern wünscht Realersatz für allfälligen Landverlust.
Ab Kilometer 20.800 in Richtung Flüehli wird die Wegführung entlang der Aare eher favorisiert (infolge Verzicht auf Aareausleitung, Zerschneidung der Parzelle Salie).
Aareverbreiterungen: Die Aare in der „oberen“ Märchligenau soll im Schnitt 10 – 20 m verbreitert werden (natürliche Erosion / teilweise mit Bagger). Die Interventionslinie parallel zum Uferweg wird an der nächsten Sitzung festgelegt.
Eine Verbreiterung der Aare in der „unteren“ Märchligenau geht zulasten des Uferweges (keine Interventionslinie). Mittel- bis langfristig wird dieser Wegabschnitt nicht mehr begehbar sein. Es muss zwingend auf den neuen Hangfussweg ausgewichen werden.

 


6. Februar 2006

Hochwasserschutz Aare: Bauarbeiten bei Rubigen gestartet

aid. In der Hunzigenau bei Rubigen hat das Tiefbauamt des Kantons Bern am Montag, 6. Februar 2006 mit grossräumigen Holzschlagarbeiten begonnen. Damit hat der Kanton die Realisierung der vorgezogenen Hochwasserschutzmassnahmen in diesem Gebiet in Angriff genommen. Dies, nachdem der Regierungsrat die Beschwerde gegen diese Massnahmen abgewiesen hat. Zum Schutz der A6 vor Überflutungen wird auf beiden Seiten der Hunzigenbrücke ein neuer Damm errichtet, der zugleich als Lärmschutz für das Naherholungsgebiet an der Aare dient. Er wird mit Aushubmaterial aus der Aareaufweitung und Kies aus dem Schwellenmätteli geschüttet. Gleichzeitig wird in der Hunzigenau oberhalb der Hunzigenbrücke bis zur Gemeindegrenze Münsingen das Aarebett um 30 bis 50 Meter verbreitert. Ein Flachufer ersetzt das heutige Steilufer, die sanierungsbedürftigen Schutzbauten werden teilweise abgebrochen. Durch neue Seitenarme entstehen zwei Inseln. Über die nördliche Insel wird der neue Fussweg führen, die südliche Insel soll Vögeln, Reptilien, Amphibien und Kleinsäugern als Refugium dienen und wird nicht zugänglich sein. Aus Sicherheitsgründen muss der Uferweg während der Holzschlagarbeiten für ca. zwei Wochen gesperrt werden. Die anschliessenden Arbeiten für den Bau des Dammes und die Aareaufweitung in der Hunzigenau dauern bis im Sommer 2006. Der Uferweg wird durchgehend begehbar sein, wird aber stellenweise umgeleitet.

[Amt für Information des Kantons Bern]

 


 

1. Februar 2006
Hochwasserschutzprojekt Aare Thun – Bern ist im Internet

aid. Informationen zum Projekt „Nachhaltiger Hochwasserschutz Aare Thun – Bern“ sind ab sofort im Internet unter folgender Adresse zu finden: www.aarewasser.ch. Neben der Beschreibung des Projekts bietet die Website auch einige grundlegende Informationen zum Wasserbau und Hochwasserschutz. In den kommenden Wochen werden Einzelheiten zu den Massnahmen in den 18 beteiligten Gemeinden aufgeschaltet. Diese Massnahmen sehen die Verbreiterung des Flussbetts und die Schaffung neuer Seitenarme vor, damit die Aare mehr Raum erhält. Gegenwärtig arbeiten verschiedene Fachteams am Projekt, das im Frühling 2007 zur Mitwirkung aufgelegt werden soll.

[Amt für Information des Kantons Bern]
 


25. Januar 2006
Begehung Aare des Projektteams

Unter Führung des Projektleiters Herrn Jordi haben die Gemeindebehörden Allmendingen (Kläsi und Schild) zusammen mit der in Muri für das Projekt Märchligenau zuständigen Frau Sahli während drei Stunden die Projektmöglichkeiten entlang der Aare vor Ort besprochen. Ebenfalls mit dabei waren Vertreterinnen und Vertreter der kantonalen Stellen für Flora, Amphibienschutz und Fischerei. In erster Linie ging es darum, vor Ort einen "Augenschein" zu nehmen und mögliche Lösungsansätze für die Projektierung zu finden.

In den nächsten paar Wochen soll nun ein Projektierungsvorschlag ausgearbeitet, welcher anschliessend im Projektteam unter Einbezug der Anstösser diskutiert werden soll.

[Gemeindeinfo Allmendingen]




Januar 2006

Entsprechend der Berichte in den Medien und im A-Journal wird die Erarbeitung des kantonalen Wasserbauplanes von Seiten des Kantons derzeit rasch vorangetrieben. Ebenfalls miteinbezogen in diese Arbeiten wird die Gemeinde Allmendingen mit ihrem Aareanstoss in der Märchligenau.

Dem Gemeinderat ist eine umfassende und sachliche Information der Bevölkerung über den Stand der Projekte sehr wichtig! Daher werden wir regelmässig hierüber im A-Journal berichten. Zudem sind weiterführende Informationen auf der Homepage www.allmendingen.ch und auf der Gesamtprojekthomepage www.aarewasser.ch abrufbar (ab 1.2.06). Hier werden nebst aktuellen auch viele Hintergrundinformationen zur Verfügung stehen. Für Auskünfte und Fragen stehen zudem Daniel Kläsi (Projektleiter des Teilprojektes Märchligenau) und Michael Schild (Gesamtprojektkoordination) zur Verfügung.

In diesem Winter werden einige Sofortmassnahmen im Rahmen der jährlichen Ufersicherung an der Aare vorgenommen. Diese Arbeiten stehen nicht im Zusammenhang mit dem Projekt "Nachhaltiger Hochwasserschutz".

Momentan werden erste Richtprojekte und Varianten ausgearbeitet, welche in einer ersten Phase bereits in den nächsten Wochen mit den Anstössern und Pächtern der entsprechenden Parzellen diskutiert werden. Von Seiten der Gemeinde sollen die Argumente aus dem Projekt Märchligenau 2002 stark in die neuen Projekte einfliessen (Zugang zur Aare, Begehung Aareweg, Koordination mit der Gemeinde Muri).

Sobald genügend Informationen über Ausgestaltung der Projektierung sowie Zeithorizont der Realisierung (zwischen 5 und 15 Jahren) vorliegen, möchte der Gemeinderat die zuständigen Stellen des Kantons für eine oder mehrere öffentliche Diskussionen und Begehungen mit der Bevölkerung von Allmendingen beiziehen. Hierzu wird zu gegebener Zeit (Frühjahr / Sommer 2006) im A-Journal eingeladen.
[Gemeindeinfo Allmendingen]